direktes / indirektes Grillen

In meinen Rezepten spreche ich häufig von einer direkten und einer indirekten Grillzone.

Hier will ich Euch genau beschreiben was ich damit meine und wie Ihr diese Zonen am heimischen Grill einrichten könnt.


direktes Grillen:

Diese Grillzone war der einzige Bereich den ich bis vor einigen Jahren kannte. Das Gargut wird hier direkt über der Feuerstelle (Kohlen, Briketts, Gasbrenner) angegrillt und nach Möglichkeit nicht verkohlt ;-).

Aber auch beim direkten Grillen gibt es Variationsmöglichkeiten und Unterschiede.

Zuerst die Wahl des Feuermaterials: durch die Verwendung von Holzkohle lassen sich höhere Temperaturen erzielen als mit Briketts. Dafür brennen Briketts länger. Wer also z.B. seinem Steak ein krosses Branding verpassen möchte, der sollte es im direkten Grillbereich über Holzkohle grillen (beim Gasgrill alle Brenner auf "Vollgas"). Mein Tipp: verwendet auf jeden Fall hochwertige Holzkohle und Briketts, auch wenn diese im ersten Moment etwas teurer erscheinen werdet Ihr im Nachhinein für das bißchen mehr Geld belohnt. Ihr erhaltet i.d.R. ein besseres Grillergebnis, weil das Material besser und konstanter abbrennt und vor allem Eure Gesundheit wird's Euch danken. Achtet beim Kauf z.B. auf die Logos FSC und DINplus.

Ein weiterer Faktor der beim direkten Grillen zu beachten ist, ist der Abstand zwischen Gargut und Feuerstelle. Dabei gilt umso näher desto heißer (bei der so genannten "Caveman-Methode" landet das Gargut, meist Fleisch, sogar direkt in den Kohlen). Die meisten Kohle- und Gasgrills haben ohnehin vorgegebene Abstände, die in 95% der Fälle auch eingehalten werden sollten.

Eine besonders interessante und heiße Methode des direkten Grillens ist das Grillen direkt auf dem Anzündkamin. Ihr legt dazu einfach ein Grillrost über die komplett durchgeklühte Kohle Eures AKs und habt dadurch eine enorme Temperatur auf dem Rost. Die Hitze der glühenden Kohlen wird durch den AK noch gebündelt und konzentriert.

 

Test5

indirektes Grillen:

Bei der indirekten Grillzone wird das Gargut nicht direkt über eine Feuerstelle gelegt sondern indirekt gegart. Es ist schonender als die direkte Grillmethode. Dadurch könnt ihr eine größere Saftigkeit in eurem Grillgut erreichen.

Um den Grill auf das indierekte Setting umzustellen schaltet ihr beim Gasgrill je nach Größe des Gargutes und des Grills, einen oder mehrere Brenner aus. Legt das Gargut Möglichst mittig auf den Grill, das funktioniert es am besten wenn drei oder mehr Brenner am Gasgrill vorhanden sind. Aber auch bei zwei Brennern ist ein indirektes Grillen durch das Ausschalten eines Brenners möglich. Egal wieviele Brenner ihr habt - das Gargut kommt über den nicht befeuerten Bereich und der Grilldeckel wird geschlossen. Beim Kohlegrill werden die Briketts / Holzkohlen aufgeteilt. Dafür eignen sich am besten die von vielen Grillhesrstellern mitgelieferten Kohlekörbe. Diese befüllt ihr mit den glühenden Briketts und positioniert sie möglichst weit links und rechts in der Brennkammer, damit auch beim Kohlegrill im mittleren Bereich des Rostes die indirekte Grillzone erzeugt wird. Natürlich wird auch hier der Deckel geschlossen.

Egal ob Kohle oder Gas: durch die Luftzirkulation im Innenraum des Grills wird das Gargut nun indierekt gegrillt - es entsteht eine Art Umluftofen. Die Temperaturen können dabei sehr unterschiedlich sein. Ihr könnt z.B. ein Pulled Pork bei ca 95 Grad über mehrere Stunden indirekt Grillen, Spareribs bei 130 Grad gar ziehen oder eine Baconbomb bei 170 Grad garen.

Häufig ist auch eine Kombination aus beiden Grillmethoden sinnvoll: ihr grillt z.B. ein Steak im diekten Bereich über den Kohlen von jeder Seite für 90 Sekunden an und lasst es anschließend einige Minuten im indirekten Bereich nachziehen.

Mit (in)direktem Gruß vom Grill

Euer Dennis

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