Everdure Furnace im Test

What a beauty!

Ja, ich bin ganz ehrlich, der orange Body und das Retro-Design des Everdure Furnace Gasgrills haben es mir angetan. Auch im Grilltest zeigt der von Starkoch Heston Blumenthal mitentwickelte Drei-Brenner wahre Stärke, aber lest selbst.

In diesem Artikel holen wir das Ding aus dem Karton, schauen uns die Stärken und Schwächen des größten Everdure Gasgrills an, machen einen ausführlichen Grilltest und schließen mit dem Fazit ab.

Los geht's

Inhalt:

Datenblatt:

  • Höhe: 106,7 cm
  • Tiefe: 74,3 cm
  • Breite: 131,2 cm
  • Grillfläche: 2915cm²
  • Brenner: 3
  • Leistung: bis zu 8 kW
  • Material Grillroste: Gusseisen
Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Unboxing & Zusammenbau

Der Furnace wird in einem kompakten Karton geliefert, alle Einzelteile und eine Anleitung zum Zusammenbau sind beigelegt. Nach wenigen Minuten haben wir die übersichtlichen Einzelteile vor uns liegen und werfen einen Blick in die Anleitung. Ganz schön knapp gehalten, aber mit etwas Hirnschmalz und erfahrenen Kollegen machen wir uns ans Werk.
Man kann sagen, dass sich mein handwerkliches Geschick in Grenzen hält, dennoch waren wir zu zweit in der Lage das Sportgerät binnen 30 Minuten zusammenzustecken und zu verschrauben. Alle Teile konnten wir leicht ineinanderstecken und auch die Schrauben ließen sich hervorragend in die Windungen drehen. Bereits hier merkt man die hervorragende Qualität des Grills, der rostfreie Aluminium-Druckguss-Körper aus Garhaube und Bräter machen zudem einen top Eindruck. Lediglich die Zuordnung der vier Beine des Unterbaus bereiteten uns etwas Probleme, was sich leider erst zwei Anleitungsschritte später bemerkbar machte, da nicht allzu gut beschrieben.

Nach dem Zusammenbau konnten wir auf Grund der nützlichen Rollen den Furnace einfach an die frische Luft rollen und das nahtlose Design des Boliden bestaunen. Tatsächlich wirkt der Grill auf Bildern wesentlich kleiner, als er in echt ist. Schon eine imposante Erscheinung das Teil und so richtig geil Orange. Die Drehknopfzündung befindet sich auf der rechten Ablage des Grills. Dies hat den Vorteil, dass sich zu jeder Zeit die Bedienelemente einfach bedienen lassen. Jedoch nimmt diese Konstruktion etwas Platz ein, sodass die Ablage für größeres Grillgut knapp werden könnte und man sich mit einem zusätzlichen Tisch behelfen muss, aber diesen hat man meist ja eh in Grillnähe.

So langsam kribbelt es in den Fingern, wir wollen das Ding in Action sehen. Schnell eine Gasflasche an den mitgelieferten Gasschlauch angeschlossen, alle drei Hochleistungsbrenner durch die Drehknopfzündung befeuert, auf Anschlag hochgedreht und auf Kommando legt die Thermometernadel einen wahren Sprint hin, Wahnsinn. Innerhalb von fünf Minuten zeigte uns das Thermometer bei -1 Grad Außentemperatur eine Hitze von über 300 Grad an. Nach weiteren vier Minuten verlässt die Nadel gar die Anzeige und kommt auf ca. 380 Grad. Heftige Leistung für einen Gasgrill mit „nur“ 8 kW Leistung. Möglich macht dies die 360-Grad-Luftzirkulation in der Garhaube. Diese ist flach genug um die Hitze sauber zu halten, jedoch hoch genug um Grillgut wie Grillhähnchen und diverse Kilo Backschinken darin unterzubringen oder mit Umluft Braten zu garen.

Wir haben fertig ...

Der Everdure Furnace im Grilltest

Nach einer Aufwärmzeit von nur fünf Minuten auf höchster Stufe ist der Grill genug aufgeheizt, um die erhofften Grillergebnisse zu liefern. Nun drehen wir alle drei Brenner auf ein Minimum runter und starten mit Salsiccia-Würsten für unsere Hotdogs. Diese werden durch die gleichmäßige Hitzeverteilung perfekt gebräunt und mit einem wunderbaren Grillmuster versehen. So weit so gut, das kann er. Um die Hotdogs anzutoasten und den Käse zu schmelzen, befeuern wir die beiden Außenbrenner auf Minimum und nutzen die mittlere Grillplatte zum indirekten Grillen. Nach wenigen Minuten erhalten wir ein perfektes Ergebnis und lecker zerlaufenen Käse.

Und was ist mit Pizza?

Schnell den Pizzastein rausgekramt und mit allen Brennern auf Maximum aufgeheizt. Nachdem der Pizzastein ausreichend Hitze hat, stellen wir den mittleren Brenner unter dem Stein ab und haben unsere frisch belegten Teiglinge auf den Stein gefeuert. Hier kommt uns die Luftzirkulation des Druckguss-Körpers wieder zu Gute, denn auch ohne Pizza-Cover werden unsere Pizzen von oben knackig kross.

Auch Steaks gehen wunderbar.

Es herrscht noch ein kleiner Hunger, sodass wir uns dazu entscheiden, ein Skirt Steak nachzulegen. Deckel zu, Brenner voll auf, fünf Minuten warten und schon zeigt uns das Thermometer die gewünschten 350 Grad. Das Skirt haben wir dann für eineinhalb Minuten von beiden Seiten fein angeröstet und schon jetzt macht das durch den Rost bedingte Grillmuster auf unserem edlen Fleisch wieder richtig Hunger. Wir lassen das Steak noch fünf Minuten im indirekten Bereich ziehen und fertig. Macht der gut der Furnace.

Die Hitzekontrolle mit den drei Bedienelementen der Brenner klappte bei unserem Test wirklich gut, lediglich Freunde des Niedrigtemperaturgarens könnten ein kleines Nachsehen haben, denn auch nur mit einem Brenner auf kleinster Stufe erreicht der Furnace mindestens 170 Grad. Abhilfe schafft hier ein Stück Holz, welches man am Rand zwischen Deckel und Bräter platziert, so sind nun auch niedrigere Temperaturen möglich.

Was uns bei unserem Grilltest aufgefallen ist, die Schrauben am Griff des Deckels haben sich ein wenig gelöst, sodass der gesamte Griff etwas Spiel bekommen hat. Hier mussten wir dann noch einmal mit dem Akkuschrauber ran und haben noch fester nachgezogen. Seitdem ist Ruhe und der Griff bleibt fest wie er sein soll.

Zwei Tipps möchten wir Euch an dieser Stelle noch an die Hand geben:

  • Heizt den Grill mit allen Brennern auf Maximum vor dem Grillen mindestens fünf Minuten auf, sodass ihr gute und gleichmäßige Grillergebnisse erzielen könnt.
  • Grillt Euer Grillgut nicht mit allen Brennern auf maximaler Leistung, sonst verbrennt es Euch schnell. Tastet Euch hier langsam an Euren persönlichen Sweet-Spot heran.

Was mögen wir am Everdure Furnace?

  • Das Retro-Design des Everdure Furnace ist mal ein ganz anderer Ansatz als bei den Mitbewerbern. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber auf jeden Fall ein Hingucker. Den Grill gibt es in vier modernen Farben: Orange, mint, graphite und stone.
  • Der Furnace ist in 5 Minuten grillbereit und hat eine sehr gut funktionierende Hitzekontrolle, sodass sich der Grill schnell und mit wenig Fingerspitzengefühl auf die gewünschte Temperatur bringen lässt.
  • Der rostfreie Aluminium-Druckguss-Körper ermöglicht eine optimale Hitzeverteilung und ist top zum Umluftgaren geeignet. Zudem ist der Grill in fünf Minuten gereinigt, indem man die Reste im Body einfach unter die Brenner aus dem Grill hinausschiebt.
  • Zubehör: Ob Grillplatte, Bratrost oder Teppanyaki-Platte, die Grillfläche lässt sich durch das Zubehör individuell auf die eigenen Vorlieben anpassen.
  • Guter Kundenservice: Die Grillhaube unseres Exemplars hatte kleinste Lackprobleme. Eine kurze Nachricht an Andre vom Molendyk BBQ Shop reichte und nach wenigen Tagen hielten wir unsere Austauschhaube von Everdure in den Händen. Sehr gut, so muss Service.

Wo sehen wir noch Verbesserungspotenzial?

  • Bedienungsanleitung: Diese ist etwas knapp gehalten und wer (so wie ich) mit dreidimensionalem Denken seine Probleme hat, wird an der ein oder anderen Stelle rätseln, was denn wo reingehört.
  • Der Griff: Dieser hat sich nach den ersten Malen Öffnen und Schließen des Deckels leicht gelockert. Nachdem wir die Schrauben noch ein ganzes Stück strammer gezogen haben, ist aber alles fest.
  • 175 Grad Mindesttemperatur bei geschlossenem Deckel: Low'n'Slow-Freunde müssen sich hier mit einem Gegenstand behelfen, um den Deckel leicht geöffnet zu halten um auf niedrigere Temperaturen zu kommen.

Fazit zum Everdure Furnace

Unserer Meinung nach macht der Everdure Furnace in vielen Disziplinen eine exzellente Figur und eine Menge Spaß. Die hochwertige Verarbeitung, die hervorragenden Grill-Eigenschaften, die schnelle Aufheitzzeit und die leichte Reinigung machen das Sportgerät im Retro-Look zu einem Begleiter der im Preissegment bis 900 € seines Gleichen sucht.

Können wir für den Everdure Furnace eine Empfehlung aussprechen? - Unbedingt, das Teil macht wirklich Spaß und auch wenn die Brenner gerade mal Pause haben, erfreut man sich an dem frischen Design des orangen Bolliden.

Bereitgestellt wurde uns der Grill vom lokalen BBQ-Shop unseres Vertrauens, Molendyk BBQ Shop in Wietmarschen/Lohne. Einen ganz lieben Dank noch einmal an dieser Stelle. Im Shop könnt ihr euch die Everdure-Sportgeräte auch offline live und in den wunderschönen Farben anschauen.
Werbung

Schaut Euch die Everdure-Grills gerne vor Ort bei unserem Partner im Molendyk BBQ-Shop in Wietmarschen/Lohne an.

Route anzeigen

Der Weg zum Molendyk BBQ-Shop ist dir zu weit?

Kein Problem, alle Grills und das passende Zubehör sind ebenfalls bei Amazon erhältlich.
* Ich nutze Provisions-Links diverser Anbieter. Nach dem Anwählen dieser Links (z. B. Amazon.de) und evtl. Kauf der Produkte erhalte ich eine Provision.
Es entsteht euch keinerlei Finanzieller Nachteil.

WERBUNG